Athen

Athen 

Der internationale Flughafen Eleftherios Venizelos liegt 27 km östlich des Stadtzentrums. Dieser gut eingerichtete Flughafen wurde 2001 eröffnet und erhöhte die Bequemlichkeit der Reise nach Athen und Griechenland wesentlich. Der Flughafen wird halbstündlich von der Metro bedient. Die Fahrt nach Monastiraki dauert 44 Minuten. Der letzte Zug Richtung Flughafen verlässt Monastiraki um 19:21.

Der Athener Flughafen ist ein wichtiges Drehkreuz für die Ägäis, den Balkan und das östliche Mittelmeer. Delta und Olympic Airways bieten Nonstop-Flüge von und nach Nordamerika an, und viele europäische Fluggesellschaften bieten solche Flüge aus Europa an.

Es empfiehlt sich unbedingt, am Flughafen ein kostenloses Exemplar der Athens Public Transport Pocket Map mitzunehmen. Die Karte deckt das Zentrum Athens sowie den Hafenbereich Peiraias ab. Für Glyfada etc. gibt es weitere Karten.

Transfer Flughafen-Zentrum:

Neben dem Taxi, das zwischen 15 und 20 euro kostet, gibt es zwei Möglichkeiten das Athener Zentrum mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Der Bus Nummer 95 führt den Besucher direkt auf den Syntagma-Platz (Kosten: 3,50, Fahrzeit: 1 h). Die U-Bahn ist schneller und bequemer, dafür mit 6 euro aber auch teurer (ab 2 personen gilt man als gruppe und kann tickets für 5 euro erwerben). Die Tickets gelten nur für die Fahrt ins Zentrum, für die weitere Reise dort muss ein neues Ticket gelöst werden (Wochenticket = 10 euro).

Empfehlenswert der neue Zug Proastiakos www.proastiakos.gr

Bahn

Die Anreise per Bahn ist eine ganz besonders schön. Es dauert zwar zwei bis drei Tage, aber man erlebt eine Reise durch den Balkan, die einen für die Dauer der Reise mehr als entschädigt. Wenn man vom Norden kommt, muss man in Thessaloniki umsteigen. Die Fahrt nach Athen dauert im Schnellzug zwischen 6 und 8 Stunden und kostet um die 15 Euro - im InterCity nur 4 bis 5 Stunden gegen Zahlung eines Zuschlages von ca. 20 EUR. Seit Dezember 2008 gibt es auch einen direkten Schlaf-/Liegewagen Sofia (ab 17.05) - Athen (an 6.22). Weitere Informationen zur Anreise mit der Bahn unter www.griechenlandnetz.de

Schiff

Der Hafen von Piräus ist ca. 10 km von der Stadtmitte Athens entfernt und ist mit der U-Bahn und Bussen mit Athen verbunden. Am Hafen von Piräus finden Sie eine Gepäckaufbewahrung, sowie eine Bank, eine Geldwechselstube, Bars, Restaurants, einen Taxistand und vieles mehr. Von Bari und Ancona (Italien), den meisten griechischen Inseln, Kroatien, Istanbul und anderen Hafenstädten aus existieren Linienverbindungen von verschiedenen Anbietern zumindest bis ins griechische Festland. Ein weiterer Hafen ist in Rafina (80 km entfernt). Piräus liegt im Südwesten und ist für die Italienstrecke prädestiniert, Rafina im Osten, von wo es in Richtung Ägäis geht. www.griechenlandinseln.de

Taxi

Da die Taxipreise in der Stadt sehr niedrig sind (Richtwert: Syntagma-Glyfada, d.h. etwa 20 Minuten Fahrt, ca. 10 Euro), sind Versuche von Fahrern, einen "günstigen" Pauschalpreis zu geben, meistens anders gemeint. Man sollte nur auf Taxameter fahren, es sei denn, man kennt sich aus. Auch sollte man an Taxiständen ein Taxi aus der Reihe/dem Pulk nehmen, und nicht daneben/davor stehende, auch wenn sie das erste Taxi in Reichweite wären. Versuche von Taxifahrern gerade im Bereich der Touristenattraktionen, mehr als den doppelten Fahrpreis herauszuschlagen, kommen vor. Sollte zuviel abgerechnet werden, sollte man eine Rechnung verlangen, sich die Fahrernummer notieren und den Vorfall bei der Touristenpolizei 171 melden. Trinkgeld ist kein Muss.

Straßenbahn

Die Straßenbahn (Tram) ist zwar deutlich langsamer als die Metro, hat aber den entscheidenden Vorteil, bis nach Glyfada zu fahren. Dazu mehr im Abschnitt 'Ausgehen'. Die Tram muss man mal benutzen, denn so kann man entspannt viel von Athen sehen. Sie fährt zum Beispiel durch Neos Kosmos ("Neue Welt") und Nea Smyrni ("Neue Izmir"), ein ehem. Einwandererviertel. Gut umsteigen zwischen Tram und Metro kann man z.B. am Syntagma-Platz und an der Fix-Station. Die Tram fährt von Athen aus nach Westen und biegt in Piräus nach Süden ab, wo sich das "Athener Naherholungsgebiet" (Strände, Beach Clubs etc.) befindet. Die Gleise führen entlang der Küster der "Athener Riviera" und bieten einen Wunderbaren Ausblick aufs Meer. Immer mal aussteigen und auch etwas zu Fuss am Stand entlang flanieren ist ein Muss. Endstation ist der Ort Glyfada. Es gibt einen Abschnitt Glyfada-Faliro mit dem Abzweig zum Stadtzentrum am Syntagma Platz. Es gibt 3 Linien, sodass auf allen Ästen ein 7.5 min Takt besteht. Am Wochenende fährt die Straßenbahn 24 Stunden lang.

Bus

In der Stadt verkehren Strombusse und normale Autobusse im schnellen Takt fast überall hin, dafür hält der Bus sehr oft. Ideal für den Stadtbereich. Der Großteil der Busse sind sehr modern und alle sind klimatisiert! Aber man muss die Pläne an den Stationen genau studieren, wenn man bedenkt dass es alleine im städtischen Betrieb in Athen 450 Buslinien gibt. Es gibt selbstverständlich auch Überlandbusse, die die Region Attika bedienen. (KTEL)

Ein Ticket für den Bus kostet ca. 50 Cent . Zum Flughafen gilt ein Sondertarif (3,20 €).

Metro / Μετρο

Anläßlich der Olympischen Spiele 2004 und wegen des immer größer werdenden Autoproblems hat die Stadt Athen ein modernes U-Bahnnetz aufgebaut, das in das S-Bahn-Netz integriert ist. Seitdem ist die Metro das Top-Verkehrsmittel in Athen: Schnell, sauber, sehr schön gestaltet und 2 sprachig! (Griechisch, Englisch). Alle touristisch interessanten Orte und Plätze wie z.B. die Akropolis sind leicht und günstig zu erreichen.

Ein Ticket für die Metro kostet 1 Eur0 (Stand Mai 2009). Zum Flughafen gilt ein Sondertarif (6,00 € einfach / Für zwei Personen oder mit Rückfahrt: 10 €)

Die Metrostationen sind z.T. kleine Museen. Da bei den Tunnelbauarbeiten in so einer geschichtsträchtigen Stadt wie Athen viel zeitgeschichtlich wertvolles Material gefunden wurde, hat man dieses in den Metrostationen ausgestellt (z.B. die Metrostation Syntagma ist einen Besuch wert). Die Metrostationen sind mit ruhiger Loungemusik untermalt, und z.T. vollständig mit weißem Marmor ausgekleidet. Die Metro ist im Moment (01/2006) die Modernste in Europa, und wird es auch noch eine Weile bleiben. Ausbauarbeiten Richtung Hellinikon im Süden (alter Flughafen + Umsteigemöglichkeit zur Tram, 2009 fertig) sowie in den Norden und in den Westen sind im vollen Gange, sodass jährlich mit neuen Eröffnungen zu rechnen ist.

Tagesticket

Ein Tagesticket für den gesamten Nahverkehr kostet ca. 5 Euro, ist aber nicht an allen Verkaufsstellen zu bekommen. Um für 90 min sich ungestört mit allen Verkehrsmitteln (auch der Regionalbahn) bewegen zu können ist das 1 € empfehlenswert (auf der Strecke vom und zum Flughafen und auf der Strecke Athen-Korinth-Kiato mit der Regionalbahn Proastiakos gilt es nicht).

Sehenswürdigkeiten

Für Studenten ist der Eintritt in sämtliche Athener Sehenswürdigkeiten mit gültigem Studentenausweis gratis!

Die Akropolis mit dem Parthenon gehört wahrscheinlich zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Athens. Der Eintritt ist 12 Euro fuer Erwachsene. Fuer Studenten der EU ist er gratis. Auch die berühmten Altstadtviertel der sog. Plaka rund um die Akropolis (Metrostation Monastiraki) sowie die seit den Olympischen Spielen 2004 stark aufgewertete Fußgänger- und Schlemmerzone Psiri zwischen den U-Bahnstationen "Monastiraki" und "Thiseo" sind einen Besuch besonders in den lauen Sommernächten wert.

Einen sehr guten Überblick über die Stadt gibt es von der Georgios-Kapelle auf dem Likavitos-Hügel (nordöstlich des Syntagma-Platzes) aus. Dorthin kommt man am besten, wenn man die Ploutarchou-Straße nach Norden geht und dann die Funicular-Bahn nimmt, die ca. 150m steil bergauf fährt (Hin und zurück 6,00 Euro). Es empfiehlt sich, den Ausblick bei einem Drink im Café zu genießen.

Auf den Likavitos-Hügel gelangt man auch (wesentlich bequemer!) mit dem Taxi (zwischen 3 und 5 Euro aus der Athener Innenstadt), was vor allem für mehrere Besucher eine Kostenersparnis zur Alternative Cabel-Car (6 Euro pro Person) darstellt. Das Reiseziel für den Taxifahrer ist dann "Likavitos-Theatre" (nicht Cable-Car!). Der Fußweg zur Kapelle dauert ca. 2 Minuten.

Weiters ist das Parlament gegenueber der Syntagma - Metro- und Tramstation interessant. Die Wachmaenner, die davor stehen, vollfuehren jede volle Stunde eine Art Parade. Bitte seien Sie pünktlich, die Zeremonie dauert nicht sehr lange.

Mikrolimano ...ein kleiner romantischer Hafen in der Nähe von Piräus gesäumt von zahlreichen Cafes und Restaurants.

Athener Zentralfriedhof ...sehenswerter Friedhof in der Nähe des Olympic-Stadium. Ausschließlich weiße Gräber mit kunstvollen Statuen. Vor allem für Besucher die länger in Athen sind interessant.

Philopappo-Hügel ... der Hügel neben der Akropolis bietet einen ausgezeichneter Ausblick.

Eine gute Route für einen Athen-Sight-Seeing-Tag:

Start bei Touristen-Shops in Monastiraki (Metro-Station Monastiraki), danach Aufstieg auf die Akropolis, Abstieg auf der anderen Seite der Akropolis Richtung Tempel des Zeus und Old-Olympic Stadium. Danach ein kurzer Spaziergang über die Nationalgärten zum Parlament zur Wachablöse-Zeremonie und (wenn noch Energie bleibt) ein Spaziergang durch die Einkaufstraße Ermou (beginnt am Syntagma-Platz neben McDonalds).

Das neue Akropolismuseum in Athen

Planungen für den Neubau des Akropolismuseums

Die Entwicklungsgeschichte des Akropolismuseums

Der griechische Premierminister Konstantinos Karamanlis äußerte 1974 den Wunsch, ein neues Museum zu errichten. In den 1980er Jahren griff Kulturministerin Melina Mercouri den Vorschlag wieder auf und sicherte das 1,8 ha große Gelände der Makrigianni-Kaserne als Standort, auf dem auch ein früheres Militärkrankenhaus (entworfen von Wilhelm von Weiler) von 1839 steht. Sie verband den Bau des Akropolismuseums außerdem mit der Forderung nach Rückgabe der ab 1801 von Lord Elgin von der Akropolis entfernten Kunstschätze (Elgin Marbles), vor allem des Parthenonfrieses, die sich heute im British Museum in London befinden (siehe unten).

In den 1980er und 90er Jahren wurden insgesamt vier Wettbewerbe zum neuen Akropolismuseum ausgeschrieben (vom Ideenwettbewerb bis zum Entwurf des Gebäudes), wobei der letzte notwendig wurde, weil Ungereimtheiten bei der Ausschreibung des dritten Wettbewerbs festgestellt worden waren und die italienischen Wettbewerbssieger Manfredi Nicoletti und Lucio Passarelli nicht bereit waren, ein in der Zwischenzeit entdecktes archäologisches Grabungsfeld in ihrem Entwurf zu berücksichtigen. Auch war ihr Entwurf fuer ein Akropolismuseum wegen seiner allzu glamourösen Ästhetik in die Kritik geraten.

Den letzten Wettbewerb fuer das Akropolismuseum gewann Bernard Tschumi,

dessen Konzept fuer das Akropolismuseum nahezu das gesamte Grabungsfeld berücksichtigte. Sein Entwurf zitiert oder imitiert den Parthenon nicht, greift aber seine Proportionen und Materialien auf (der dritte Stock hat exakt dessen Maße und Ausrichtung, um den Fries in ganzer Länge und in der originalen Reihenfolge zeigen zu können). Das Grundstück wurde mit Olivenbäumen und den für Athen typischen Bitterorangen-Bäumen (Citrus aurantium) bepflanzt. Da Olivenbäume nur sehr langsam wachsen, wurden bereits ausgewachsene Exemplare gepflanzt.

In der Zeit bis zum Baubeginn fuer das neue Akropolismuseum wurde beim Bau der neuen U-Bahn-Linie ein Ausgang direkt vor das geplante Gebäude gelegt (Station Akropolis der Linie 2) und die Straße Dionyssiou Areopagitou zur Fußgängerzone ("Peripatos") umgestaltet. 2002 war Baubeginn, wobei zuvor und danach zahlreiche Klagen von Anwohnern den Bau behinderten. Ein Grund war vermutlich der in Athen sehr prestigeträchtige "Akropolisblick", dessen Verlust zahlreiche Wohnungen wesentlich entwertete, wirklich genannte Gründe waren Baulärm, Verschattung, die Funde unter dem Gebäude etc.

Während der Bauzeit fuer das neue Akropolismuseum war das Erdgeschoss für Besucher geöffnet; hier wurden Animationen zum Bau und zum Umzug gezeigt. 2007 wurde das Gebäude fertiggestellt. Die Innentemperatur im Gebäude beträgt aus konservatorischen Gründen das ganze Jahr über exakt 23 °C. Nach Schließung des alten Museums fand der "teuerste Umzug in der Geschichte Athens" statt.

Am 20. Juni 2009 wurde das neue Akropolismuseum mit einem Staatsakt in Anwesenheit zahlreicher hoher Gäste eröffnet. Der Eintrittspreis beträgt bis zum 31. Dezember 2009 symbolische 1 Euro.

Die Videos zum Akropolismuseum:

https://www.youtube.com/watch?v=_UF-iBatUFs

https://www.youtube.com/watch?v=VyizkRl7s7E

Die website:

www.newacropolismuseum.gr

Diskussionen um den Neubau des Akropolismuseums

Noch stehen Prozesse um den Abriss zweier Gebäude an der Dionyssiou Areopagitou Nr. 17 und 19 aus. Es handelt sich um zwei Apartmenthäuser, von denen das eine aus der Zeit um 1910 dem Komponisten Vangelis gehört. Das andere ist ein Art-Déco-Bau des Architekten Vassilis Kouremenos, eines Freundes von Picasso, 1930 errichtet. Sie standen seit Ende der 1970er Jahre unter Denkmalschutz. Nach Auffassung der Befürworter des Abrisses behindern die Bauten den Blick vom Museum zum Akropolis-Hügel. Die Kritiker halten dagegen, dass dies nur für den Blick von der Café-Terrasse zum unteren Abhang gelte.

Zudem war die Erhaltung der denkmalgeschützten Bauten eine der Wettbewerbsvorgaben und wurde auch vom obersten griechischen Verwaltungsgericht, dem Staatsrat, nach einer Anwohnerklage zur Bedingung für die Baugenehmigung gemacht. Der Kompromiss, die Gebäude abzutragen und die Fassaden in derselben Straße an anderer Stelle wiederaufzubauen, wurde von den Besitzern wie auch von den meisten Denkmalschützern abgelehnt. Neben dem Gerichtsentscheid stand außerdem die Aufhebung der Unterschutzstellung durch das Bau- und Umweltministerium aus, die unabhängig von derjenigen des Kulturministeriums ausgesprochen wurde und auch sechs weitere Gebäude derselben Straßenfront betraf. Auch der Internationale Rat für Denkmalpflege ICOMOS sprach sich gegen den Abriss aus.

Der Architekturkritiker Tasis Papaioannou, der den städtebaulichen Impuls des Akropolis-Museums lobt, beklagt andererseits die mangelnde bauliche Anbindung an die umliegenden Häuser und schrieb in seiner Aufsatzsammlung Architektur und Stadt:

"Das neue Museum ignoriert demonstrativ seine bauliche Umgebung, es duldet keine Gebäude neben sich [...]. Seine Ästhetik ist die eines Einkaufszentrums, einer Vitrine, nur mit dem Unterschied, dass hinter der Glasfassade keine Autos oder Kleider gezeigt werden, sondern die Skulpturen der Akropolis!"[1]

Die Wogen glätteten sich mit dem Heranrücken des Eröffnungstermins: Zahlreiche griechische Zeitungen berichteten ausführlich mit überwiegend positiven Kritiken und Interviews über das Museum, teilweise sogar in Sonderbeilagen, die dem Museum gewidmet waren.

Exponate im neuen Akropolismuseum

Von der Archaik bis zur Spätantike

Das Akropolismuseum zeigt die rund 300 Statuen und Friesteile sowie etwa 4000 andere kleinere Gegenstände aus dem archaischen Zeitalter, der klassischen Antike und der Spätantike , die bisher im alten Akropolismuseum auf der Akropolis ausgestellt waren oder aus Platzmangel in Magazinen lagerten, darunter folgende Werke:

Der Parthenonfries

Der Bau des Akropolis-Museums ist eng mit der Forderung nach Rückgabe des Parthenon-Frieses verbunden. 1801, als Athen noch zum Osmanischen Reich gehörte, hatte der britische Botschafter in Konstantinopel, Lord Elgin, sich eine Genehmigung verschafft, herumliegende Fundstücke von der Akropolis mitzunehmen. Er demontierte daraufhin einen Großteil des Parthenonfrieses (ungefähr die Hälfte der Originallänge bzw. zwei Drittel des erhaltenen Frieses), zahlreiche Metopen, fast alle Giebelfiguren sowie eine Karyatide des Erechtheion und andere Kunstwerke.

Sie sind seit 1816 im British Museum ausgestellt, welches auf die Rechtmäßigkeit des Erwerbs durch Kauf von Lord Elgin verweist und sich weigert, die Plastiken zurückzugeben. Um der Forderung Griechenlands nach Rückgabe Nachdruck zu verleihen, wollte man zunächst die entsprechenden Lücken im Parthenonsaal freihalten, entschied sich am Ende aber doch für dunklere Gipsabgüsse. Die fehlende Karyatide wurde allerdings nicht ersetzt.

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Das neue Akropolismueseum wurde am 20. Juni 2009 eroeffnet

Nach jahrelangen Querelen, Rückschlägen und Verzögerungen. Mit der Feier wollen die Griechen den Druck auf Großbritannien erhöhen, den antiken Parthenon-Fries zurückzugeben.

Athen - "Jetzt können wir wieder stolz sein und davon träumen, dass die gestohlenen Friesteile wieder nach Athen kommen", so kommentiert ein 49-jähriger Barman im Zentrum Athens die bevorstehende Eröffnung des neuen Akropolis-Großmuseums am 20. Juni.

AKROPOLIS MUSEUM: GLAS UND STAHL FÜR DIE ANTIKE

Busse und Züge in Athen sind mit Fotos des Parthenon, des wichtigsten Tempels auf der Akropolis, geschmückt. Doch Teile des abgebildeten Frieses liegen immer noch im Britischen Museum in London. Für die Eröffnung des neuen Projekts bereitet Athen eine große Feier vor, die in alle Welt übertragen werden soll. Staats- und Regierungschefs aus mindestens 20 Ländern Europas und rund ums Mittelmeer sind eingeladen.

Eintrittskarten für die ersten drei Tage nach der Öffnung sind bereits vergriffen. Nur wenige Stunden dauerte der Verkauf per Internet, der am Montagabend begonnen hatte. "Die insgesamt 2250 Tickets waren bis heute morgen (Dienstag) verkauft. Die Leute kauften Tickets die ganze Nacht durch", sagte die Architektin im Athener Kulturministerium, Evgeneia Kalogeratou. Der Eintritt wird in den ersten sieben Monaten nur einen Euro betragen. Auch nach dem 1. Januar 2010 soll der Eintritt nur auf fünf Euro erhöht werden.

Das neue Museum am Fuß der Akropolis hat drei Stockwerke und eine Fläche von insgesamt 25.000 Quadratmetern. Die Errichtung des größtenteils aus Stahl und Glas gebauten monumentalen Gebäudes hat mehr als elf Jahre gedauert.

"Glas und Stahl sind ideal für dieses neue moderne Museum", sagt der Museumschef und Archäologieprofessor Dimitris Pandermanlis. Vom Museum ist der Blick frei auf die Akropolis, aber auch auf die Ausstellungsstücke und die Fundamente des Gebäudes. So ist das Erdgeschoss nur für Schwindelfreie geeignet, denen der Blick durch das Kunststoffglas des Fußbodens etwa acht Meter tief auf die Fundamente nichts ausmacht.

Ringen um den Parthenon

"Ich hatte den Eindruck, ich schwebte in der Luft. Mir wurde schwindlig", sagte Marianne Jordan. Die Deutsche aus Schleswig-Holstein lebt ständig in Athen und konnte sich das Museum schon einige Wochen vor der Eröffnung ansehen. Die Säulen des Museums stehen auf ausgegrabenen Fundamenten und Mauern von Wohnhäusern aus der Antike bis ins 13. Jahrhundert. Die Pläne entwarf der Schweizer Stararchitekt Bernard Tschumi.

Athen will mit der geplanten Feier auch Großbritannien weiter unter Druck setzen, den antiken Parthenon-Fries zurückzugeben. "Sie gehören hierher", hatte in den achtziger Jahren die griechische Schauspielerin und sozialistische Kulturministerin Melina Mercouri ("Sonntags nie") immer wieder gesagt und damit den Streit zwischen Athen und London ausgelöst. Anfang des 19. Jahrhunderts hatte der damalige britische Botschafter in Istanbul, Lord Elgin, die am besten erhaltenen Teile des Parthenons und anderer Denkmäler der Akropolis demontiert und nach England gebracht.

56 der 96 Platten des Parthenon-Frieses befinden sich bis heute im Britischen Museum in London. Im neuen Akropolis-Museum sollen die Teile als verschwommene Hologramme und Duplikate aus weißem Marmor dargestellt werden, um ihr Fehlen zu unterstreichen. "Die Friesteile gehören der Welt und müssen zusammengeführt werden. Sie gehören nicht den Engländern", erklärt der griechische Kulturminister Antonis Samaras immer wieder.

Das Britische Museum hatte bislang argumentiert, in Athen gebe es keinen geeigneten Aufbewahrungsplatz für die Relikte. Dieser Mangel sei mit dem neuen Museum nun beseitigt, meinen die Griechen. Der Parthenon ("Jungfrauengemach") ist eines der berühmtesten noch existierenden Baudenkmäler des antiken Griechenland.

Von Takis Tsafos, dpa (spiegel-online)


Aktivitäten

Open-Air-Cinemas

In Athen gibt es zahlreiche Open-Air-Cinemas. Hauptsächlich englische Filme mit griechischen Untertiteln werden gespielt. Die Vorstellungen finden zwischen 9 und 11 Uhr abends statt.

Einkaufen

Die Geschäfte haben lange (bis 21.00) geöffnet, was einem sehr entgegenkommt, allerdings ist dafür eine Mittagspause zu bedenken, die auch schonmal von halb zwei bis halb vier gehen kann. Außer Restaurants, Grillbuden, Kiosken etc. sind in dieser Zeit fast alle Geschäfte geschlossen. Athen wirkt in der - ziemlich heißen - Mittagszeit auch etwas ausgestorben, denn wer macht seine Besorgungen schon in der prallen Sonne. Jeder Stadtteil hat einmal wöchentlich einen Obst- und Gemüse Markt deren Besuch großen Spaß bereitet.

Plaka

Die Altstadt von Athen, direkt nördlich der Akropolis. Enge Gassen, Krimskrams und Tourishops, scheinbar losgelöst von allen Ladenschlußgesetzen. Cafes und Restaurants säumen die Gassen. Leider gibt es im Umfeld viele Bordelle, zu deren Besuch einen ab und an irgendwelche Leute überreden wollen. Wenn man öfter abends im Zentrum lebt, kennen die entsprechenden Personen einen nach zwei Tagen und sprechen einen nicht mehr an.

Ermou

Die Fußgängerzone mit Markengeschäften. Sie beginnt am unteren Ende des Syntagma-Platzes und reicht nach Westen bis nach Monastiraki. Parallel dazu verläuft die Mitropoleos, quasi 1b Lage.

Kolonaki

Vom Syntagma-Platz aus nach Osten die Vassilissis Sofias-Straße entlang, links/nördlich am Parlamentsgebäude vorbei. Hier beginnt eine sehr schicke Gegend, in der sich auch viele Botschaftsgebäude und Institutionen angesiedelt haben. Nördlich der Sofiastraße liegen viele Boutiquen, Designergeschäfte etc., außerdem kommt man von dort auf den Likavitos-Hügel, von dem aus eine sehr schöne Aussicht zu genießen ist.

Kioske. Früher mit Zigarettenwerbung zugepflastert - seit der Olympiade 2004 nicht mehr - prägen diese hellbraunen Büdchen das Stadtbild. Pro Stadtviertel gibt es mindestens einen, der bis in die Nacht geöffnet hat. Das Sortiment ist äußerst vielseitig.

Bücher. Auf der Einkaufsstrasse zwischen Syntagma und Omonia gibt es ein 6-stöckiges Buchgeschäft mit einem ganzen Stockwerk Reiseliteratur. Sehr empfehlenswert!

Nachtleben

Ausgehen in Athen macht Spaß! Es ist lange warm, die Südeuropäer haben Spaß am Feiern und die Clubszene ist vielfältig. So ist Athen eine der lebendigsten Städte (oder gar die Lebendigste). Es ist erstaunlich, wie viele Athener man zu jeder Tages- und Nachtzeit auf den Straßen sieht.

Unser Tip fuer die Plaka:

Die traditionelle Taverne "Scholarxio" - Ouzeri Kouklis - verwoehnt ihre Gaeste seit 1935 (Fotos oben und unten). Die Platte mit 5 Mezes kostet ab Euro 20,-. Familienbetrieb mit gepflegter traditioneller Kueche. Schoene Sitzplaetze in der ersten Etage auf dem kleinen Balkon !

SCHOLARXEIO - Ouzeri Kouklis - Tripodon 16 - Tel: 210 - 324 7605 www.scholarhio.gr.

Psirri heißt das Viertel, in dem sich das neue Nachtleben abspielt. Es ist am besten über die Metrohaltestelle Monastiraki zu erreichen, alternativ kann man auch von schönen Syntagma-Platz westlich durch die Fußgängerzone Ermou gehen. Man gelangt dann automatisch zur o.g. Metrostation. Hauptsächlich interessant ist der Bereich unmittelbar südlich von Monastiraki bzw. die Strecke zwischen Monastiraki und Thiseio weiter westlich sowie Plateia Iroon nörlich von Monastiraki und die Straße Aioloynordöstlich von Monastiraki. Etwas außerhalb gibt es auch typische Großraumdiscos, die allerdings in ganz Europa ähnlich sind. In Psirri finden sich Lounge-Bars, Restaurants, Musiktavernen und vieles mehr.

Das "junge" Nachtleben spielt sich vor allem in den unzähligen Clubs und Bars in Glyfada (Tram-Haltestelle Paralia Glyfadas, fast eine Stunde Fahrt mit der Tram nach Süden von Syntagma aus) ab.

Sollte in Restaurants das Trinkgeld nicht bereits in der Rechnung eingeschlossen sein, sind 10% Trinkgeld üblich, ansonsten wird einfach aufgerundet. Man kann das Geld sowohl einfach hinterlassen als auch ggf. direkt bei der Bedienung bezahlen.

Sicherheit

Die enge Verbundenheit der Athener mit ihrem Viertel (eigentlich müßte es sub-Viertel heißen, denn es gibt Dutzende) hat bisher die Entstehung von Slums (siehe Einwohnerzahl im Infokasten!) verhindert. Man kennt sich, grüßt sich und wechselt ein paar Worte. So bleiben die "Viertel" zwar klein, aber dafür nicht anonym. Viele Athener leben tatsächlich ein Leben lang in Ihrem Viertel, und sind so ein fester Teil des Lebens dort.

Man kann bedenkenlos nachts durch die Straßen schlendern.

Da das Leben hier eh bis spät in die Nacht geht, sind bestimmte Stellen nie leer. Wenn man also nachts mal den Faden verloren hat, ist es ratsam, sich zum Syntagma durchzufragen - oder eines der preiswerten Taxi zu nehmen - und von da aus weiter zu ziehen.

Die Gegend zwischen Omoniaplatz (der eigentlich ein Großer Kreisverkehr ist) und Bahnhof hat nicht den besten Ruf, aber das hat auch den Grund, dass diese Ecke nicht wirklich schön ist (im Vergleich zu vielen anderen Stellen in der Stadt). Aber auch die klassischen Bahnhofsklischees wie Drogenhandel und Taschendiebstahl, die es auch im sonst so friedlichen Athen gibt, tragen zum Ruf bei.

Die Metro - in vielen Städten ein nicht gerade sicherer Ort - ist aufgrund ihres recht jungen Alters auch unter Sicherheitsaspekten geplant worden. Man kann sagen, es ist geglückt. Die Kameraüberwachung und die helle, übersichtliche Gestaltung lassen kein Gefühl von Unwohlsein aufkommen. Außerdem wird die Metro nachts abgeschlossen, was Obdachlose - die es sowieso kaum gibt - fernhält.

Gesund bleiben

Es ist schwerer, in Athen krank zu werden, als gesund zu bleiben! Das chlorierte Leitungswasser hat Trinkwasserqualität, auch wenn die Färbung das nicht immer vermuten lässt. Es gibt ausreichend Ärzte aller Fachrichtungen. Auch Krankenhäuser sind, wie man es von einer europäischen Hauptstadt erwartet, in genügender Anzahl vorhanden. Die Apotheken wirken - insbesondere abseits des Zentrums - manchmal etwas heruntergekommen, aber Apotheker verdienen nicht annähernd so viel wie in Deutschland. Da es aber einen ähnlichen Medikamentenlieferdienst gibt, sind eigentlich alle Arzneimittel in sehr kurzer Zeit verfügbar. Falls ein Medikament nicht unter dem selben Markennamen vertrieben wird, gibt es auf jeden Fall eine Alternative mit anderem Namen. Die Medikamente sind sehr preiswert, so dass es sich lohnt Standardmedikamente wie Aspirin o.ä. "auf Vorrat" zu kaufen.

Die Selbstverständlichkeit der Gegensätze

Athen - eine Beschreibung wider seine Verächter

Von Demosthenes Kourtovik

Es gibt wohl keine andere europäische Metropole, die einen so schlechten Ruf wie Athen hat. Das iostefes asty der Antike, die mit Veilchen bekränzte Stadt, soll heutzutage hässlich, amorph, chaotisch, verschmutzt sein, eine «Betonwüste», wie auch die Athener in Selbstmitleid betonen. - Alles wahr. Und trotzdem nur die halbe Wahrheit. Denn Athen ist auch eine betörend bunte und lebendige Stadt, unerschöpflich an Überraschungen (nicht nur für Besucher), voller extremer Gegensätze, deren an Selbstverständlichkeit grenzende Koexistenz zum Staunen Anlass gibt.

Nehmen wir zum Beispiel die Euripides-Strasse im Stadtkern. Eine Strasse, die ihres Namens zu spotten scheint. Oder vielleicht nicht? War der grosse Tragiker nicht der Erste, der die Trennlinie zwischen hohen und niederen, rationalen und irrationalen Aspekten menschlichen Verhaltens unscharf gemacht, ja verwischt hat? Hier, auf einer Länge von knapp hundertfünfzig Metern, drängen sich orientalisch anmutende und duftende Gewürzläden, wunderschöne, wenn auch verfallende klassizistische Bauten, billige Bordelle und Stundenhotels, hinzu kommt eine der beliebtesten Tavernen alteingesessener Athener (über den Köpfen der Gäste zwitschern Vögel in Volieren), ein sehr renommierter Verlag. Und der Gipfel: Neben der roten Glühbirne eines Freudenhauses findet sich das blaue Neonkreuz einer bescheidenen alten Kirche, deren sonderbarer Name, «St. Johannes der Säule», dem Betrachter sofort einleuchtet, denn mitten aus dem Dach ragt eine vorchristliche korinthische Säule.

Tiefere Kontinuität

Letzteres verdeutlicht, wie sich alles in dieser Stadt im Lauf der Geschichte verflochten hat: ohne Plan, aber auch ohne weltanschauliche oder moralische Vorurteile. Die Christen störten sich nicht am heidnischen Tempel, sie machten sogar einen seiner Teile zum augenfälligsten, wenn auch paradoxen Merkmal ihres eigenen Heiligtums. Aber hier wird auch eine tiefere Kontinuität versinnbildlicht, die historischen Zäsuren trotzt. Denn der Ort war in vorchristlicher Zeit die Kultstätte eines gewissen Toxaris, dem die Athener damals Heilkräfte zuschrieben. Und St. Johannes der Säule führte diesen Glauben fort: Bis vor wenigen Jahrzehnten banden kranke Bewohner der Gegend verschiedenfarbige Fäden um die Säule (je nach Art der Krankheit) und wickelten sie dann um ihren Finger, um geheilt zu werden.

Athen war stets eine offene, multiethnische, multikulturelle Gesellschaft, auch in der langen Zwischenzeit, in der es politisch und wirtschaftlich nicht mehr bzw. noch nicht bedeutend war. In den Jahren der osmanischen Herrschaft umfasste seine Bevölkerung fast ebenso viele Albaner wie Griechen, von den Türken nicht zu sprechen. Kurz nach der griechischen Unabhängigkeit von 1830 lebten neben den Einheimischen eine grosse Zahl bayrischer Soldaten und Bürokraten, polnischer Philhellenen, maltesischer Gepäckträger, schwarzer Handwerker (ehemaliger Sklaven der Türken). Dabei war das Städtchen von kaum 14 000 Einwohnern eher ein verelendetes, von Kämpfen halb zerstörtes Dorf, in dem Neuerungen wie der eiserne Ofen oder der Lehnstuhl, Ersterer von einem Preussen, Letzterer von einem britischen Admiral eingeführt, grosse Bewunderung erregten.

«Woher kommst du?» - «Aus Athen.» - «Ja, aber woher kommst du eigentlich?» Dieser Wortwechsel ist sehr üblich unter Griechen. Nur wenige der vier Millionen Menschen, die heute in Athen leben, können ihre Wurzeln in dieser Stadt mehr als zwei Generationen zurückverfolgen. In den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg und dem kurz darauf folgenden Bürgerkrieg strömten Millionen von Landbewohnern in die Hauptstadt, die bis dahin weniger als 500 000 Einwohner gezählt hatte. Sie bezogen Kellergeschosse in Altbauten oder Appartements auf den unteren Etagen der charakteristischen Betonklötze, die damals entstanden und das heutige Bild der Stadt prägen. Mit der Zeit stiegen sie höher und liessen ihr proletarisches Schattenreich für neue Umsiedler frei, zuerst für Pakistaner, Ägypter und Filipinos, dann, in den neunziger Jahren, für die massenweise ankommenden Einwanderer aus dem ehemaligen Ostblock. Heute ist jeder achte Bewohner Athens Ausländer. Die Albaner, Bulgaren, Polen, Russen Athens haben ihre eigenen Zeitungen und Stammlokale, die Polen sogar ihre eigene Schule.

Ein Dorf geblieben

In einer Grossstadt, in der die meisten Einwohner über vierzig auf dem Land aufgewachsen sind, ist es nicht verwunderlich, dass urbane Manieren und metropolitanes Raffinement selten anzutreffen sind. Das hat ärgerliche Seiten, andererseits aber sorgt es für eine rührende Unmittelbarkeit und Vertrautheit im Umgang der Athener miteinander. In vieler Hinsicht ist Athen ein Dorf geblieben. Ganze Stadtteile haben den Charakter der Nachbarschaft behalten. Im Sommer, wenn es dunkel wird, sitzen die Leute auf ihren Balkons und unterhalten sich laut mit ihren Nachbarn über die Strasse hinweg bis tief in die Nacht hinein. Und es gibt - vielleicht einzigartig in Europa - im Herzen der Stadt ein Viertel, das, eingekeilt zwischen der Akropolis und dem Getümmel der kosmopolitischen Plaka, geradezu eine ländliche Idylle darstellt: enge Gässchen, weiss getünchte Häuser mit blauen oder grünen Türen und Blumengärten. Man fühlt sich plötzlich auf eine Ägäisinsel versetzt. Und tatsächlich wurde dieses Stadtviertel, Anafiotika genannt, im 19. Jahrhundert von Bewohnern der Insel Anafi gegründet, die als Maurer nach Athen kamen, um sich beim Aufbau der neuen Metropole zu verdingen.

Athen schläft nie. Wenn man nachts über die Stadt fliegt, erscheinen die Verkehrsadern wie endlose Trosse forttreibender Leuchtkäfer. Wohin fahren alle diese Autos zu so später Stunde? Zu Freunden und Liebespartnern, denn Verabredungen nach Mitternacht sind gang und gäbe in Athen. An die Strände, die fast rund um die Uhr von Badegästen, Romantikern und Schlemmern aufgesucht werden (hier sind die besten Restaurants, und die Athener essen gern spät). Zu den unzähligen Nachtlokalen, die immer brechend voll sind - allen voran jene Amüsierbetriebe, deren aggressiver Kitsch, pathetische Musik und ausgelassene Stimmung ihnen den Namen skiladika (Hundelokale) eingebracht haben.

Es gibt über hundert Theaterbühnen, über zweihundert Kinosäle in Athen. Letztere erleben eine neue Blüte nach zwei Jahrzehnten vernichtender Konkurrenz durch das Fernsehen. Viele dieser Lichtspielhäuser funktionieren nur im Sommer, das heisst von Mitte Mai bis Ende September, und sind eine echt griechische Tradition. Vor Jahren antwortete ein französischer Besucher auf die Frage, was ihn in Athen am meisten beeindruckt habe: «Die Akropolis und die Freilichtkinos.» Es ist tatsächlich ein Erlebnis, mit Dutzenden anderen in einer Art grossem Garten zu sitzen, dessen Boden meist mit Schotter bestreut ist und dessen niedrige Wände mit Kletterpflanzen bedeckt sind, und einen Film anzusehen, während hinter der Leinwand der Mond aufsteigt. Übrigens laufen die Filme in Griechenland immer in der Originalversion und sind mit Untertiteln versehen. Die Griechen waren empört, als man ausländische Filme synchronisieren wollte. Das zeugt vielleicht von ihrem Sinn für die Einheit menschlicher Ausdrucksmittel: Wort, Mimik und Gestik müssen zusammenpassen.

Wäre der oben erwähnte Franzose heute befragt worden, hätte er wahrscheinlich noch ein drittes Schmuckstück Athens genannt: die voriges Jahr in Betrieb gesetzte U-Bahn. Die Athener, notorische Nörgler, finden wenig Lobenswertes an ihrer Stadt. Aber sie sind stolz auf ihre U-Bahn, die nicht wenige vielgereiste Gäste für die schönste der Welt halten. Zu Recht wird sie als unterirdisches Museum beschrieben. Die jahrelangen Bauarbeiten hatten erwarteterweise auch den Charakter archäologischer Ausgrabungen und brachten eine Fülle kostbarer Funde ans Tageslicht. Die wichtigsten von ihnen werden in den verschiedenen Stationen, vor allem denjenigen der Stadtmitte, ausgestellt. Viele sogar in situ: Der Besucher kann sie an ihrem Fundort sehen, auf riesigen Wänden, die anschauliche Querschnitte durch die Schichten des Athener Bodens darstellen. So gewinnt man ein gutes Bild von der Geologie und der Lebensweise der Athener im Lauf der dreitausendjährigen Existenz dieser Stadt. Die Stationen werden überdies von oft kühnen Skulpturen zeitgenössischer griechischer Künstler geschmückt.

Geschichte im Alltag

Aber obwohl es ihrer nicht weniger als 103 gibt, eignen sich Museen schlecht, wenn man die besondere Wirkung der historischen Vergangenheit auf das heutige Leben Athens begreifen will. Die Akropolis ausgenommen, haben die weltberühmten, für die politische und geistige Geschichte der Menschheit so symbolhaften Altertümer Athens nicht die Mächtigkeit, die der Reisende vielleicht erwartet. Sie sehen eher bescheiden aus und vermischen sich mit dem Alltag der Stadt: die Agora, wo einst Philosophen, Demagogen und Händler um die Gunst des Publikums buhlten; die Pnyx, das erste Parlament der Geschichte; das Dionysos-Theater, wo Aischylos, Sophokles, Euripides, Aristophanes triumphierten; der Keramikos, der Friedhof der glorreichen Stadt. Der Athener von heute trinkt seinen Kaffee neben diesen Orten, durcheilt sie auf dem Weg zur Arbeit, macht dort kleine Picknicks, als wäre das alles etwas Selbstverständliches. Eben deshalb bleiben sie für ihn lebendig.

Der bekannte griechisch-schwedische Schriftsteller Theodor Kallifatides hat einmal bemerkt, dass die Griechen keinen Respekt vor der Geschichte haben, weil sie fühlen, dass sie selbst die Geschichte sind. Genau darum geht es. Aber man darf diese «Respektlosigkeit» nicht mit Gleichgültigkeit verwechseln. 1822 wurde die türkische Garnison auf der Akropolis von den aufständischen Griechen belagert. Als den Türken die Munition ausging, fingen sie an, die Säulen des Parthenon zu zerstören, um die bleiernen Klammern im Innern für die Herstellung von Kugeln zu benutzen. Daraufhin, so erzählt man, erklärten sich die Belagerer bereit, den Belagerten die fehlende Munition zu liefern, damit das Denkmal geschont wurde. Und der Freischärlerführer Makrijannis, fast ein Analphabet, hinderte unmittelbar nach der Befreiung seine hungernden Männer, antike Kunstgegenstände an Ausländer zu verkaufen, mit den Worten: «Für diese Steine haben wir gekämpft.»

Der Keramikos-Friedhof ist vielleicht die schönste Ecke Athens, vor allem im Frühjahr und im Spätherbst (der in Athen eine grüne Jahreszeit ist!). Die Grabmäler erheben sich aus dem Blumenmeer und dem frischen Gras, die darauf gemeisselten Gestalten trauern anständig, sie sehen eher versonnen als trübsinnig aus. Der sagenumwobene Fluss Heridanus fliesst immer noch durch die Gegend, wenn auch nur noch als Bächlein. Man schreitet andächtig zwischen den Grabstelen und lauscht dem Flüstern der Geschichte, die nirgendwo in Athen so versöhnt mit ihrer Vergänglichkeit erscheint wie hier. Und plötzlich wird die Stille von einem schnellen, anhaltenden, fröhlichen Klappern unterbrochen. Was ist denn los? Man nähert sich neugierig der Stelle, woher dieses seltsame Geräusch kommt, und sieht - zwei Schildkröten, die sich paaren! Man befindet sich in Athen, wo selbst ein Ort wie der Keramikos (der übrigens im Altertum auch der Athener Strich war) mit einer unbändigen Lebenslust verbunden sein kann.

Der griechische Schriftsteller Demosthenes Kourtovik lebt in Athen. Sein jüngster Roman, «Die Nostalgie der Drachen», ist  in deutscher Übersetzung im Dielmann-Verlag, Frankfurt am Main, erschienen.

Blick aus dem Akropolis Museum
Blick aus dem Akropolis Museum

Stadtführer Athen: Was ist zu sehen, sowie die besten Bars, Hotels und Restaurants

Besuchen Sie klassische Sehenswürdigkeiten mit Einheimischen und entdecken Sie die Gästehäuser, Restaurants und Bars, 

Die Wiederbelebung der klassischen Hauptstadt Europas hat zahlreiche Künstler, Kuratoren und digitale Nomaden angezogen. Aber es sind unternehmerisch denkende junge Athener, die Pop-up-Restaurants eröffnen, Kollektive und Gästehäuser entwerfen und heruntergekommene Gebäude in Randgebieten wie Pangrati, Kypseli und Keramikos renovieren. Unordentlich und unvorhersehbar sprudelt Athen mit einer intensiven Energie, die hell in die Nacht brennt.

Entdecken Sie Athen mit einem Insider

Der Filmemacher Hossein Amini über Athen

Besuchen Sie den Parthenon gleich morgens oder kurz vor Einbruch der Dunkelheit - mittags reflektiert der weiße Marmor die hohe Hitze. Buchen Sie eine maßgeschneiderte Tour mit Athener Insidern , deren charismatische Führer sogar Kinder für Ruinen begeistern, mit Schatzsuchen, Töpferworkshops und einem fortlaufenden Kommentar zur Mythologie.

Vermeiden Sie die Touristenfallen in Plaka bei einem Rundgang durch die Kulinarischen Gassen . Sie werden einen Vorgeschmack auf Tsipouro (Tresterbrand), serviert mit Feigenpaste und Ziegenkäse in einem handwerklichen Delikatessengeschäft, Kabeljau, der in einer 400 Jahre alten Taverne in Bockshornklee gepökelt wird, und verschiedene regionale Variationen von Baklava - serviert mit kulinarischen Leckerbissen Trivia.

Natassa Pappa hat die Stoas (überdachte Arkaden) kartiert , die das Geschäftszentrum Athens verbinden. Fans von Typografie, Architektur und schrulligen alten Läden werden ihre Atmosphäre lieben .

Entdecken Sie Athens Museumsmeile

Bummeln Sie die Vasilissis Sofias Avenue entlang und entdecken Sie die griechische Kultur im Wandel der Zeiten an einem einzigen Tag.

10 der besten Hotels, B & Bs und Apartments in Athen

Das Museum für kykladische Kunst (7 € und montags 3,50 €) zeigt atemberaubende Figuren und Keramiken aus der Bronzezeit sowie Werke zeitgenössischer Schwergewichte wie Ai Weiwei und Paul Chan.

Das Byzantinische und Christliche Museum (8 €, Ermäßigungen 4 €, Kinder unter 19 Jahren gratis) ist eine ergreifende Fundgrube heiliger Ikonen, Mosaiken und Textilien in ummauerten Gärten mit schattigen Sitzgelegenheiten zwischen Obstbäumen und Brunnen.

Die eklektische Sammlung des Benaki-Museums (9 €, ermäßigt 7 €, unter 22 Jahre gratis) umfasst alles von Volkstrachten bis hin zu Gemälden des 20. Jahrhunderts.

Stavros Niarchos Park

Renzo Pianos neues Hauptquartier für die griechische Nationaloper und Bibliothek ist von einem 52 Hektar großen Park mit Spielplätzen und Picknickplätzen umgeben. Bewundern Sie die Aussicht vom Leuchtturm, einer Glasschachtel, die über dem grünen Dach schwebt. Segeln lernen auf dem 400 Meter langen Kanal; Nehmen Sie an einem kostenlosen Yoga-Kurs teil oder schauen Sie sich einen Outdoor-Film auf dem Great Lawn an.
Freier Eintritt, abgesehen von Opern- und Ballettaufführungen, snfcc.org

DAS Viertel : Koukaki

Galerien und Plattenladen

Designer, Kuratoren und versierte Airbnb-Nutzer haben dieses Arbeiterviertel in der Nähe der Akropolis entdeckt. Besucher können im Bel Ray ) Schweinefleisch- und Kimchi-Quesadillas sowie Entgiftungssäfte genießen . Schriftsteller bringen ihre Laptops zu Little Tree , einem gemütlichen Buchladen-Café.

In Underflow , einer wunderschön gestimmten Galerie und einem Plattenladen, können Sie auf dem Vinyl bei einem Bier stöbern. Genießen Sie Kyma-Sandalen und bestickte Kaftane im True Story Athens oder handbedruckte T-Shirts mit antiken griechischen Sprichwörtern im Athena Design Workshop (Parthenonos 30). Holen Sie sich Proviant bei Pantop Wlion und begeben Sie sich in die Pinienwälder des Philopappou Hill für ein Picknick bei Sonnenuntergang. Der Gipfel bietet die besten Aussichten auf den Parthenon.

An den Strand gehen

Die Südküste Athens wird flankiert von mit Pinien gesäumten Halbinseln, vornehmen Jachthäfen und Sandstränden, die außerhalb der Saison herrlich leer sind. Die schickste (und teuerste) Option ist Astir Beach in Vouliagmeni, wo das Four Seasons 2019 seinen ersten griechischen Außenposten eröffnen wird. Bis dahin spielen der Buff und Bronzed Beach Racquet und trinken Cocktails in Krabo , der neuen Strandbar des Margi-Hotels nebenan Zoska Bucht.

Wenn Sie klares Wasser mit weniger Menschenmassen bevorzugen, begeben Sie sich zu den Kieselbuchten, die Attikas Südspitze flankieren, und beobachten Sie den Sonnenuntergang hinter dem Poseidon-Tempel in Sounion.

Wohin zum Essen

Ta Karamanlidi

Der zentrale Lebensmittelmarkt mit seinen Metzgern, Bettlern und Straßenhändlern ist ein sinnlicher Angriff. Nehmen Sie eine Verschnaufpause in diesem Deli-cum-Ouzeri, in dem fröhliche Kellner Sie mit hausgemachtem Pastrami und eingelegten Sardellen an winzigen Marmortischen bedienen. Würstchen werden wie Ammern um die Theke geschlungen: Probieren Sie die Rucola, eine besonders scharfe Salami, wenn Sie sich trauen.
Rund 20 € pro Person mit Wein, Sokratous 1 & Evripidou, +30 210 325 4184, karamanlidika.gr

Griechisches Geschenk: Athens neues Kulturzentrum

Cherchez la Femme


Bei diesem inspirierten Update des traditionellen Kafenions wird griechischer Kaffee in einem Kupferbecher über heißem Sand gebrüht. Zierliche Mezze aus gegrilltem Tintenfisch, geräucherter Aubergine mit Traubenmelasse und gefüllten Weinblättern schmecken gut zu Craft Beers (probieren Sie Septem IPA) und kretischem Raki, die in Kristallbechern serviert werden. Das Interieur ist im Retrostil gehalten - botanische Tapeten, Kristallleuchter, grüne Marmortische - aber die beste Gelegenheit, die Leute zu beobachten, bietet die Fußgängerzone mit Blick auf die Kathedrale von Athen.
Rund 25 € pro Person mit Wein, Mitropoleos 46, +30 210 322 2020, keine Website


Taverna tou Oikonomou

In Ano Petralona, ​​einem sanften Viertel mit niedrigen Häusern und preiswerten Tavernen, gehen die Einheimischen gut essen. Diese familiengeführte Taverne gibt es seit 1930. Weder die Speisekarte noch das Dekor haben sich wesentlich verändert: Die gebackenen Auberginen, die gefüllten Kohlblätter und der Auflauf mit Hähnchen und Nudeln, die verblassten gelben Wände und die abgenutzten Korbstühle sind beruhigend vertraut. Es ist gemütlich im Winter, aber unter den Olivenbäumen zu sitzen, die in einer sengenden Sommernacht aus dem Bürgersteig wachsen, ist so athenisch wie es nur geht.

Rund € 15 p mit Wein, Troon & Kydantidon 32, +30 210 346 7555 , auf Facebook

Vassilenas

Thanasis Vassilenas hat kürzlich die beliebte Fischtaverne seiner Familie in Piräus in ein schickes Viertel in der Innenstadt mit superschickem Service verlegt. Jedes Gericht ist ein raffinierter Genuss: luftige Taramasalata mit knusprigem Pitta, zarter Zackenbarschsuppe, Wolfsbarsch-Carpaccio mit Limette, grünem Apfel, Blumenkohl und Ingwer. Das festgelegte Mittagessen im Wert von 23 € (17:00 Uhr) ist phänomenal.

Rund 40 € pro Person mit Wein, Vrasida 13, +30 210 721 0501, vassilenas.gr

Kostas
Lohnt es sich, eine halbe Stunde auf einen Döner zu warten? Wenn Sie nur Kostas und Poppy beim Grillen zuschauen möchten, verpacken Sie ihre scharfen Spieße synchron in Kissen aus Pitta. Arbeiter, Studenten und dienstfreie Köche stehen geduldig vor diesem Loch in der Wand an und achten auf das Schild über der Kasse: Oxi Agxos (kein Stress). Abgespült mit einem Fixbier haben Sie noch Wechselgeld von 5 €. Seien Sie schnell - sie sind normalerweise um 14.30 Uhr ausverkauft.
Pendelis 5, Syntagma, +30 210 322 8502, keine Website

Top-Tipps

Das beste Café Philos (Solonos 32) bietet makellosen Kaffee und fantastischen Brunch (probieren Sie Strapatsada , mit Tomaten und Oregano durcheinandergemischte Eier) in einem "elegant verfallenen" Stadthaus mit Vintage-Fliesen und rohen Betonwänden.

Bestes Eis Kokkion (Protogenous 2) bietet handwerkliches Eis in bahnbrechenden Geschmacksrichtungen: Pfirsich-, Aprikosen- und Rosmarinsorbet oder Mascarpone mit Bergamotte und Melasse. Ebenso erfrischend ist die frische Ingwerlimonade.

Bestes Streetfood Feyrouz (Karori 23), das von der süßesten Familie aus Antiochia geführt wird, serviert unglaublich leckeres Lahmacun, Pide, Tabouleh und würzige Kürbis- oder Rote-Bete-Suppe für jeweils nur ein paar Euro.

Die besten Bars

Dexameni

Seit mehr als einem Jahrhundert versammeln sich die athenischen Intelligenzen zu einem Ouzo in dieser Institution am Fuße des Lykavittos. Wenn die Kinder auf dem Spielplatz Amok laufen und die Kellner den Hügel hinauf und hinunter rasen, die Schalen mit Minzbällchen und kaltem Bier balancieren, ist das wie auf einer griechischen Insel. Besuchen Sie das Freiluftkino nebenan, bevor Sie sich einen Film ansehen, und kehren Sie zu einem Schlummertrunk zurück: Im Frühling und Sommer ist er bis 3 Uhr morgens geöffnet.
Dexameni-Platz, Kolonaki, kein Telefon, keine Website

Weinbars

Als griechische Weine internationale Anerkennung finden, sind in der ganzen Stadt Weinlokale entstanden. Die ehemalige Druckerei Warehouse (Valtetsiou 21) bringt Industriekühlung in das lebhafte Viertel Exarchia. Es gibt 70 Weine im Glas und das Essen ist ausgezeichnet; Stellen Sie Ihr eigenes Degustationsmenü zusammen, um es mit Ihrem bevorzugten Weinflug zu kombinieren.

Die Weinkarte bei Heteroclito (Fokionos 2) ändert sich häufig; Kombinieren Sie preisgünstige Spezialitäten mit griechischem Käse und Wurstwaren.

Das Materia Prima (Falirou 68) serviert in einer ruhigen Straße in Koukaki raffinierte Bargerichte wie Guacamole mit Mizuna-, Orangen- und Johannisbrotkrumen sowie schwer zu findende Weine. Es ist ein Abenteuer, Paleo (Polydefkous 39) aufzuspüren, ein altes Tabaklager in den Seitengassen von Piräus. Dieser Teil des Viertels trägt den Spitznamen Retsina, aber im riesigen Keller von Sommelier Yannis Kaimenakis finden Sie keinen billigen Schnaps.

Baba au Rum

Diese unprätentiöse Tiki-Bar hat eine der beeindruckendsten Rum-Listen der Welt. Bitten Sie einen der freundlichen Barkeeper, Ihnen einen ihrer typischen Daiquiris oder einen Negroni auf Rumbasis mit hausgemachtem Sirup und Bitter zu verpassen. Baba au Rums Sommer-Inkarnation Mary Pickford bringt handgefertigte Cocktails und eine Art-Deco-Ästhetik in den mondänen Mikrolimano-Yachthafen.
babaaurum.com ; Mary Pickford , auf Facebook

Cantina Social

Diese Kneipe befindet sich in einer heruntergekommenen Arkade und ist für ihre günstigen Drinks und Indie-DJs bekannt. Nach Mitternacht wird im Atrium oft wild getanzt, während zufällige Filme auf die Wände der umliegenden Apartments projiziert werden. Tagsüber ist es ein Treffpunkt für alte Leute vom nahe gelegenen Flohmarkt.
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Wo wohnen

Alice Inn

Der griechisch-irische Architekt John Consolas war Pionier der B & B-Szene in Athen. Sein flippiges Stadthaus in einer ruhigen Straße in der Altstadt, Plaka, hat nur vier helle, brillant individuelle Zimmer. Buchen Sie also im Voraus. Es gibt viele neoklassizistische Merkmale (hohe Decken, schmiedeeiserne Balkone, knarrende Holztreppen), aber der Look ist eher eklektisch als ein Vintage-Chintz. Das Erdgeschoss fühlt sich wie ein echtes Zuhause an, mit Bibliothek, Grammophon und Wohnküche. Das Frühstück (ordentlicher Kaffee, hausgemachter Kuchen, selbst gepresster Orangensaft) ist eine Gemeinschaftsangelegenheit und wird im Sommer im geheimen Innenhof eingenommen.
Doppelzimmer ab € 60 Zimmer nur, aber das Frühstück ist im Sommer kostenlos , aliceinnathens.com

18 Micon Street

Dieses Hotel mit 14 Zimmern war früher ein Werkzeuglager und hat immer noch eine industrielle Atmosphäre: Trompe-l'oeil-Zement, Ziegel- oder Holztapeten, eckige Bettgestelle, Kleiderbügel aus Stahl. Mit offenen Grundrissen fühlen sich auch Standardzimmer wie Lofts an. Einige Zimmer haben große Terrassen; Der Parthenon ist in die raumhohen Fenster des Akropolis-Lofts gerahmt. Es gibt zwei Familienzimmer, eines davon mit grünen Etagenbetten. Das Frühstück wird in der Lobby im Erdgeschoss mit Panoramafenstern serviert, durch die Sie das Leben in Psyrri beobachten können, einem Viertel mit dörflichem Flair, in dem Lederhandwerker, Antiquitätenhändler und Mezze-Händler leben.
Doppelzimmer ab 90 € mit Frühstück , 18miconstr.com

Heimat und Poesie

Dieses neoklassizistische Herrenhaus im Zentrum der Plaka wurde 2017 in ein Hotel mit 16 Zimmern umgewandelt. Die imitierten Antiquitäten und Gemälde entsprechen nicht ganz der prächtigen Struktur des Gebäudes, aber die neutralen Schlafzimmer (benannt nach griechischen Dichtern). sind luftig und ordentlich. Frühstück und Aperitifs werden auf der herrlichen Dachterrasse direkt unter der Akropolis serviert, während ein Grammophon griechische Balladen und kubanische Boleros liefert Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis für eine erstklassige Lage.
Doppelzimmer ab 97 € mit Frühstück , homeandpoetry.com

Athen Quinta

Exarchia ist der Treffpunkt von Anarchisten und Aktivisten, aber in dieser lebhaften Nachbarschaft aus Buchhandlungen, Theatern und Tavernen der alten Schule herrscht ein Gefühl der Gemeinschaft. Das allgegenwärtige Graffiti verbirgt eine feine neoklassizistische Architektur, wie dieses fröhliche Hostel in einer ruhigen Fußgängerzone. Im Inneren ist es ein Retro-Paradies, von der Vinyl-Kollektion im Salon bis zum schwingenden Liebessitz im gefliesten Innenhof. Vier Schlafzimmer und drei Schlafsäle teilen sich zwei makellose Badezimmer und eine rosa Küche mit Vintage-Geschirr.
Doppelzimmer ab 45,50 € , Schlafsäle ab 20,50 € , athens-quinta.hotelsathens.org

Inn Athen

Man kann jeden Tag an diesem Hotel vorbeigehen, ohne es zu bemerken. Der Zugang erfolgt über die hervorragende Weinbar By the Glass in einer Arkade, die sich zu einem Innenhof hin öffnet. Dieses zentrale Bolthole wurde in den 1920er Jahren für Flüchtlinge aus Kleinasien erbaut und beherbergt anschließend einen griechischen Ministerpräsidenten. Die Sehenswürdigkeiten sind bequem zu Fuß erreichbar.

Die Zimmer in Schwarz, Weiß und Grau sind modern und maskulin und mit Stahlbettgestellen, Waschbecken aus recyceltem Marmor und Badezimmern in schwarzen Glaskabinen ausgestattet. Das Atrium unter freiem Himmel ist das Beste: Frühstücken Sie im Freien oder trinken Sie ein Glas Wein auf dem halbrunden Sofa. Anfang 2019 werden 16 neue Zimmer hinzukommen.
Doppelzimmer ab 93 B & B , innathens.com

Anreise
Lufthansa, Eurowings, EasyJet, Ryanair, British Airways und Aegean gehören zu den Fluggesellschaften, die von mehreren deutschen Flughäfen nach Athen fliegen.

Beste Reisezeit 

Der Herbst ist im Allgemeinen mild (die Einheimischen schwimmen bis weit in den November hinein) und die Hotelpreise sind viel günstiger. Im Juni ist die ganze Stadt eine Bühne: Das Athener und das Epidaurus-Festival finden in der ganzen Stadt statt, und das Kulturzentrum der Stavros Niarchos Foundation veranstaltet das kostenlose, einwöchige Nostos-Festival mit Konzerten im Freien, Workshops, DJ-Sets und Aktivitäten für Kinder. Im August schließen viele Einheimische ihre Geschäfte und fahren zu den Inseln.

KRABO - die Strandbar des Margi Hotels
KRABO - die Strandbar des Margi Hotels